Eigentlich sollte dies das Nord-West-Süd-Treffen werden. Leider kam aus dem Süden, genauer gesagt aus Beilstein, die Mitteilung von Eva, dass sich dort eine starke Erkältung im Hause breit gemacht hatte und somit fiel der Süden aus. (Gute Besserung Eva, wir haben Euch vermisst.) Aber der Norden, sprich: Kiel und Bremerhaven war in Königsborn, oder besser gesagt in Unna, vertreten und haben Jürgent unterstütz, wobei auch immer.
Der Anlass war ein schöner, denn Jürgens Christa hatte zu ihrem 60. Geburtstag eingeladen und den haben wir in der Nähe der Wohnung in einem Garten-Vereinshaus gefeiert.
Zuerst mussten wir allerdings den Jürgen aus dem Knast holen, so sieht es jedenfalls aus. Aber nein, die Gartenfreunde kennen ihre Spitzbuben auch am Gang und haben die Eingangstür mit einem Gitter versehen, das Jürgen für die Gäste aufgeschlossen hat.
Natürlich haben Bernd und Rolf sich noch einmal über das Nord-Treffen in Kiel unterhalten, bei dem es ja stürmisch zuging und die Kieler Förde von den Herbststürmen aufgewühlt war. Rolf erzählte, dass wir wohl die letzte größere Gesellschaft an Bord des V-Bootes waren, denn das V-Boot wird z. Zt. ausgemustert und die RK Kiel sieht sich nach einem Nachfolger um. Es sind schon einige Boote in Augenschein genommen worden, aber es muß halt alles passen. Die Knete für den Kauf, die Unterhaltungskosten und eben alles, was sonst noch dazu gehört. Besitzer eines Bootes können das bestimmt nachvollziehen. Mal sehen, was Rolf als nächstes berichten wird.
Für die JHV 2010 hat Jürgen sich einen Stadtplan von Leipzig schenken lassen und so konnten wir sehen, wo wir untergebracht sind und wo wir das Einlaufbier zu uns nehmen werden. Die Strecke sah ziemlich weit aus. Aber wir haben beschlossen, dass wir uns überraschen lassen.
Christa ist mit ihren 60 jungen Jahren ja wirklich unverwüstlich. So hatte sie irgendwann gesagt, dass sie auch gern mal mit einem richtigen Motorrad und nicht nur mit ihrem Roller fahren würde. Und wie ihre Jungs nun mal sind, hat der Micel seinen Kumpel angeheuert und der ist mit Christa erst einmal um den Pudding gedüst. „Schreien kann die!!!“ war dann auch Butzes Reaktion auf Christas Adrenalinausstoß, als er etwas zügig eine kurvige Strecke fuhr, die das Herz von jedem Moppedfahrer höher schlagen ließ. Aber gefallen hat es ihr sehr gut. Nancy, Gabi und Marlis haben dann auf die gute Heimkehr der „Rocker-Braut“ einen Steuerbord-Schnaps getrunken.
Irgendwann, die Uhr war noch nicht umgestellt, sind wir Nordlichter, mangels Wasser aber mit ein paar Bierchen intus, in unser „Marine-Quartier“ eingelaufen.
Nach dem Frühstück räumten die Männer und unsere Gastgeber das Vereinshaus auf, während Gabi und Marlis auf die Möbel im Hause Alester achtgaben. Irgendwann brachen die Nordlichter dann wieder in Richtung Heimat auf, nachdem sie sich noch einmal bei Christa für die Einladung bedankt haben.
Schön, dass wir die Möglichkeit hatten, mal wieder von der Marine zu hören und auch von ihr zu erzählen. Marlis hat die Ohren gespitzt, ob da nicht noch irgendwo etwas Seemannsgarn ´rum lag. Aber da tat sich nix. Also warten wir die nächste Gelegenheit ab, wo wieder von der Fahrenszeit erzählt wird.
Das war's mal wieder.
Eure Marlis Krämer
Bilder vom Treffen: