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Es ist schon fast zur Tradition geworden, dass am Tag der Deutschen Einheit, am 3. Oktober, das Nordtreffen der Bordgemeinschaft der Emdenfahrer statt findet. In diesem Jahr hatte sich Kamerad Rolf Geiger bereit erklärt, das Nordtreffen bei sich in Kiel auszurichten.

Hier der Bericht von Hartmut Hoffmann:

Zuerst einmal reisten Mitglieder der Bordgemeinschaft, teils mit ihren Seemannsbräuten, aus Hannover, Bremerhaven, Cuxhaven, Flensburg, Berlin, Ivenack, Hamburg, Wedel und Uetersen an. Die wohl weiteste Anreise aber hatten Jürgen und Christa Alester hinter sich. Sie reisten extra aus Unna an die Kieler Förde. Aber auch Jupp aus den Niederlanden verband seine Fahrt nach Kiel mit einem Urlaubstörn. So trudelten alle am Vormittag im „Hafen Geiger“ ein.

Nach der herzlichen Begrüßung untereinander gab es das Einlaufbier. Dann ging es zu Fuß zum Sportboothafen Dietrichsdorf an der Schwentine-Mündung. Dort wartete bereits das V-Boot „Kuestennebel“ der Reservistenkameradschaft Marine Kiel auf uns. Unser Rolf hatte im Vorwege zusammen mit seinem Sohn Christian sowie Skipper Kalle das Boot aus der Wik abgeholt und hier in Dietrichsdorf festgemacht. Als Highlight hatte Rolf für uns das V-Boot bei seiner Reservistenkameradschaft für unser Treffen reservieren können. Rolf hatte im Frühjahr dieses Jahres die Prüfung des Bootsführerscheines bestanden, so dass er uns persönlich schippern durfte.

Wie bei jeder Seereise vorgeschrieben, wurde vor Fahrtantritt die Handhabung der Rettungsmittel, hier der Schwimmwesten, erklärt. Dann legten wir ab und die Fahrt ging zuerst in den Kieler Hafen, vorbei am Schleswig-Holsteiner Landtag und der Blücherbrücke. Im Hafen der Landeshauptstadt lagen die Fähren nach Oslo und Göteborg und wurden für ihre Reisen am Nachmittag beladen.

Weiter führte uns die Fahrt entlang der Kieler Werft HDW, Howaldtswerke - Deutsche Werft. Hier lagen neben einigen zivilen Schiffsneubauten ein neues U-Boot an der Werft-Pier sowie eine futuristische Privat-Yacht, die „A“. Vorbei am Marinearsenal führte uns unser Törn an der Ostseite der Kieler Förde, vorbei am U-Boot-Ehrenmal und der Pier des Munitionsdepots Jägersberg in den Hafen von Laboe.

Der Wind aus westlicher Richtung hatte zugenommen und unser V-Boot ging ganz gut zu Kehr. Aus diesem Grund zogen es dann einige Seemannsbräute vor, in Laboe von Bord zu gehen und mit dem Bus zurückzufahren. Nach einem kurzen Aufenthalt im Laboer Hafen traten wir dann unsere Rückfahrt an. Nun kamen Wind und Wellen von vorn. Das schwere Boot lag aber gut im Wasser und trotzte den zum Teil heftigen Brechern. Die Wettervorhersage mit Windstärken 6-7 in Böen bis 8 konnte bestätigt werden. Je weiter wir aber in Richtung Kiel kamen, desto ruhiger wurde unsere Fahrt. Die Fische in der Förde blieben heute ohne eine extra Mahlzeit, sie wurden von uns nicht gefüttert.

Unsere V-Boot-Fahrt endete dort, wo sie begonnen hatte, im Dietrichsdorfer Hafen. Wir, Rolfs Gäste, gingen zurück in den „Geigerschen Hafen“ und die Bootsbesatzung brachte die „Kuestennebel“ zurück in die Wik.

Seefahrt macht hungrig und so belagerten wir bald das lecker Büffet, das Gabi und Tochter Alina hergerichtet hatten. Wir hatten noch viele nette Gespräche und nach dem Auslaufbier traten dann die ersten Teilnehmer des Nordtreffens ihre Heimreisen an.

Es war ein herrlicher Tag, trotz starkem Wind und wenig Sonne. Wir hatten aber viel Spaß und es hat alles prima geklappt. Schweren Herzens, aber trotzdem gut gelaunt, sind wir nach Hause gefahren.

Unser Dank für die Bootsfahrt und die Organisation des Nordtreffens sowie die nette Bewirtung geht an Rolf und seine Familie.

Hartmut Hoffmann


Hier einige Bilder vom Nordtreffen 2009 in Kiel, fotografiert von Marlis Krämer, Gudrun Hoffmann und Hartmut Hoffmann:

Einzelbilder zum Vergrößern anklicken