Ein Teil der BGEF-Familie: Von links Renate, Uwe, Inge, Rudi und Bernd. Hinter der Kamera: Marlis.
Sechsertreffen in Bremerhaven am 26. September. Inge, Uwe, Renate, Rudi, Marlis und Bernd kamen an diesem Kaiserwetter-Tag zusammen.
Hier ist Marlis' Bericht:
Vor gut 14 Tagen erhielt Bernd Krämer eine Mail von Renate Eggert aus Berlin mit folgendem Inhalt (Kurzfassung): „Hallo Ihr Lieben. Am 26.09. sind wir um 12 Uhr in Bremerhaven und wollen mit Cuxhavener Freunden die MIR an der Seebäderkaje besichtigen. Habt Ihr zufällig Zeit? Wenn ja, dann sagt Rudi bitte nichts davon. Soll eine Überraschung für ihn werden.“
Kameraden treffen?? Na klar! Dafür haben wir immer Zeit und so standen wir dann am 26. auf dem Parkplatz an der Seebäderkaje. Was wir allerdings sahen, war ein gähnend leerer Liegeplatz, denn die MIR hatte leider zu einem Tagestörn abgelegt. Aber die ALEXANDER VON HUMBOLDT lag im Neuen Hafen, denn die STAG (Sail Training Association Germany) feierte in dieser Woche ihren 25. Jahrestag mit Open Ship und diversen Aktivitäten für Jung und Alt.
Als Bernd die ALEX fotografierte, kam ein Pkw angefahren und kreiste auf dem Parkplatz herum, auf der Suche nach einem freien Platz. War aber nicht vorhanden und so hielt der Fahrer kurz vor der Ausfahrt an und ließ Rudi und Renate aussteigen.
Wir schlenderten gemächlich auf die zwei zu und dann, ja dann war Rudis Gesichtsausdruck einfach filmreif, als er uns sah. „Mensch, ist das ein Zufall, dass wir euch hier treffen! Renate hat schon im Auto gesagt, dass wir doch bei euch hätten anrufen und fragen sollen, ob ihr Zeit habt!“ „Das stimmt“, meinte Renate und auch Inge und Uwe haben dem zugestimmt und sich innerlich einen gehögt, denn die wussten auch, dass wir uns treffen würden. Und so nahmen die Umarmungen kaum ein Ende.
Da die MIR ja nun mal nicht da war, musste die ALEX als Ersatz herhalten. Immerhin etwas.
Nach einem Bummel über die Sportbootschleuse, die sich zu unserer Freude auch noch öffnete, wurden das Klimahaus und „Klein Dubai“ von außen und das „Mediteraneo“ von innen begutachtet. So langsam knurrten unsere Mägen und wir machten uns auf den Weg nach New York. Nee, nicht direkt dort hin, sondern nur in die „Letzte Kneipe vor New York“, die ein unwahrscheinlich maritimes Flair hat. Und das Essen ist dort auch super. Rudi brauchte die Speisekarte nicht lange zu studieren, denn was isst ein Seemann, wenn er an der Küste ist? Labskaus!
Nach ausführlichen Gesprächen über Tegeler Seeterrassen in Berlin, (wo wir uns kennenlernten) Schiffe, Fregatten (die Fregatte Lübeck liegt übrigens gut versteckt im Dock der Lloyd Werft), Wasser und Wind und zudem noch gut gesättigt machten wir uns auf den Weg zur Container-Aussichts-Plattform, von der aus man einen guten Blick auf den Kaiserhafen hat, der noch bis vor einem halben Jahr voller Leben war. Heute sahen wir jedoch nur die leeren Pkw-Regale (mehrstöckige Stellhäuser für Autos deutscher Marken) und leere Stellflächen. Ganz schön deprimierend, wenn man das anders kennt.
Gut, dass wir da oben waren, denn so sahen wir auch die Albatros an der Columbus-Pier liegen. Natürlich statteten wir ihr auch einen kurzen Besuch ab.
Die Inge war schon ganz hibbelig, denn sie wollte unbedingt zur MIR, auf der sie schon mehrmals als Trainee mitgefahren ist und auch schon wieder für 2010 einen Törn gebucht hat.
Aber es dauerte noch, bis wir endlich an der Seebäderkaje waren, denn wir machten bei einem Supermarkt halt, um uns einen Kaffee „TOGO“ (to go) zu holen, denn Inge hatte Zwetschgenkuchen gebacken und aus Cuxhaven mitgebracht. (Putzige Idee!) Wir waren dann aber alle einstimmig der Meinung, dass wir so etwas bis jetzt noch nie hatten: Auf einem Parkplatz Kaffee und Kuchen mit Sahne!! zu genießen.
Rudi und Renate überraschten Inge und mich noch mit einem wunderschönen Blumenstrauß, als Dankeschön für diesen schönen Tag. (Was das wohl sollte!!! Für uns war der Tag doch genauso schön.)
Dann endlich war es soweit! Wir standen vor der MIR. Inge machte sich auf die Suche nach dem Agenten, der jedoch nicht auffindbar war.
An Deck unterhielt sich aber der 3. Offizier mit einer Trainee, die Inge auch kannte. Inge bat sie, für uns zu fragen, ob wir nicht heute an Bord kommen dürften, weil sie ihren Freunden, die aus Berlin zu Besuch waren (klar, dass wir auch davon profitierten), gern das Schiff zeigen möchte und die Freunde morgen, wenn open ship ist, nicht mehr da wären. Der Offizier meinte, dass wir wohl in einer Stunde an Bord dürften. Aber er hatte ein weiches Herz und gab nach 10 Minuten das ok. Strahlend bedankten wir uns bei ihm und bevor wir uns richtig umsehen konnten, hatte uns auch schon der Maschinist am Wickel und zeigte uns einen Teil der Maschine. Leider hatten wir dafür nicht viel Zeit zum Verweilen, denn es wurden Reparaturen durchgeführt und wir störten eigentlich nur.
Langsam senkte sich die Nacht über die Weser und Fishtown und wir brachen auf, um im Auswanderer Haus noch einen Schlenderschluck zu trinken.
„Ihr müsst unbedingt irgendwann einmal nach Berlin kommen. Wir gehen dann auch mit euch ins KLO. Die Berliner kennen das“, war die nett gemeinte Einladung von Rudi und Renate. Ins KLO! Na, ja, wenn die das denn meinen!
Beim Abschied bekräftigten wir alle sechs noch einmal, dass wir heute einen schönen Tag genossen haben, denn die Sonne spielte auch mit, nachdem sie den Frühnebel vertrieben hatte. Ins KLO!!!! Ich komm nicht darüber weg.
Rudi und Renate machen sich morgen mit Inge und Uwe auf, um Helgoland unsicher zu machen. Dazu wünschten wir ihnen eine glatte See, 'ne leichte Brise und viel Spaß.
Marlis Krämer
Hier einige Bilder von dem Treffen:
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