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Buddelschiffbauer Andresen, eine Vertrauen erweckende Person. (Anklicken zum Vergrößern. Bild: Hoffmann)


Auf dem 9. Flensburger Dampf Rundum (10. bis 12. Juli 2009) haben sich Gudrun und Hartmut Hoffmann sowie Lore und Horst Casberg umgesehen. Im Flensburger Hafen präsentierten sich Traditionsschiffe und kleine Dampfboote und luden zu einer Zeitreise ein, die nicht nur für Nostalgiker attraktiv ist, sondern besonders auch die Technik-Interessierten anspricht; denn Tradition und Herkunft schaffen Zukunft.

Hier Hartmuts Bericht:

Als europäisch größtes Dampf-Spektakel wird das Dampf Rundum in Flensburg in der Presse genannt und in zweijährigem Abstand in der Fördestadt veranstaltet. Ein Grund, wieder einmal die Marinestadt an der Förde zu besuchen.
Vorausgegangen war eine Einladung des Ehepaares Casberg, der Gudrun und ich gerne nachkamen. Gemeinsam begaben wir uns in das Getümmel rund um den Flensburger Hafen.

Den Zuschauern bot sich ein interessantes Programm mit allen möglichen dampfbetriebenen Fahrzeugen zu Land und zu Wasser. So fuhr planmäßig der Kappelner Museumszug, gezogen von einer Dampflok auf den Schienen der Hafenbahn und auch ein Oldtimerauto dampfte die Meile entlang. Dampfwalzen und andere schnaubenden Maschinen zogen die Blicke auf sich. Modellbauer zeigten ihre Schiffsmodelle und Dampfmaschinchen.

Die Anziehungsmagnete waren für mich natürlich die Traditionsschiffe und Dampfboote. Regelmäßig waren die legendären Dampfpfeifen der Eisbrecher „Stettin“ und „Wal“ und anderer Schlepper zu hören, die als Echo vom anderen Ufer zurück schallten. Die Luft war dampf geschwängert und so etliche Rauchfahnen und Rußwolken erhoben sich in den Himmel.

Die Museumsschiffe aus Hamburg, die Senatsbarkasse „Schaarhörn“ und der Eisbrecher „Stettin“, der Kieler Tonnenleger „Bussard“ sowie weitere zahlreiche Dampfschiffe, auch aus Skandinavien, hatten die lange Anreise in die nördlichste deutsche Stadt auf sich genommen. 17 Schiffe bildeten die Dampf Rundum-Flotte. Auf ihnen und fast allen anderen dampfbetriebenen Schiffen, angeführt von Flensburgs „Alexandra“, wurden Hafen- und Förde-Rundfahrten angeboten und von den Sehleuten gut angenommen. An Bord besteht zumeist die Möglichkeit, den Heizern zu helfen. Wann kommt man schon mal in die Lage, Kohlen zur eigenen Fortbewegung zu schippen?

Am Ufer wurde den Besuchern des Dampf Rundum viel geboten. Seiler, Schiffbauer, Segelmacher, Buddelschiffbauer und andere Handwerker mit maritimen Werken zeigten ihre Arbeiten. Natürlich wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt und das bekannte Bier aus dieser Stadt schmeckte heute in dieser Atmosphäre besonders gut.

Auf einer Bühne an der Museumswerft traten Shanty – Chöre und Musiker auf und unterhielten die Besucher mit Liedern und Döntjes von der Küste.

Das Flensburger Dampf Rundum war wieder einmal eine Veranstaltung, bei der jeder auf seine Kosten kam. Man sollte das Event in seine Urlaubsplanung für 2011 mit einbeziehen.

Hartmut Hoffmann



Hier einige Bilder von Gudrun und Hartmut Hoffmann:

Einzelbilder anklicken zum Vergrößern