Blick durch Bug-Klüse des EGV "Frankfurt am Main" (Bild: H. Hoffmann)
Das größte Volksfest im Norden, die Kieler Woche, fand in diesem Jahr vom 20. bis 28. Juni 2009 statt. Neben vielen kulturellen und gesellschaftlichen Ereignissen an Land fand natürlich auch das maritime Programm großes Besucherinteresse. So fanden viele Regatten und andere maritime Veranstaltungen auf der Kieler Förde statt. Zwischen dem Kieler Hafen, entlang des Hindenburgufers bis hin zum Tirpitzhafen konnten die Sehleute das Treiben auf dem Wasser beobachten.
Rolf Geiger und Hartmut Hoffmann waren vor Ort; hier der Bericht von Hartmut Hoffmann:
"Rolf Geiger und ich waren für Euch in Kiel dabei und haben neben dem bunten Treiben an der Kieler Förde das Open Ship im Tirpitzhafen besucht.
In diesem Jahr waren 30 Marineschiffe aus zehn Nationen, aus dem Baltikum und Nordsee-Anrainerstaaten und den USA, in die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt gekommen. Fast alle Schiffe konnten besichtigt werden. Leider war ein Besuch der amerikanischen Schiffe „Forrest Sherman“ und „Mount Whitney“ aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Diese hatten im Nordteil der Scheermole festgemacht und wurden von den Marineschutztruppen aus Eckernförde von Land- und Seeseite her abgeschirmt.
Dafür wurde man aber durch Bordgänge auf andere Schiffe entschädigt. Vor dem diesjährigen Führungsschiff im Kieler Marinehafen, der deutschen Fregatte „Karlsruhe“, dem Segelschulschiff „Gorch Fock“ und dem Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ bildeten sich auf der Tirpitzmole lange Besucherschlangen Aber im Endeffekt kam jeder auf seine Kosten. Die Fotos, die entstanden sind, sagen mehr als viele Worte.
Auch an Land des Marine-Hafens wurde den Sehleuten viel geboten. Zur Nachwuchswerbung hatte die Bundeswehr wieder einen Info-Bus bereitgestellt. Neben weiteren Infoständen und dem Feldpostamt unterhielt auch das Marine-Musikkorps Ostsee die Besucher. Einleitend mit dem Marsch „Gruß an Kiel“ bis hin zur Unterhaltungsmusik im Bigband-Stil.
Die Marineflieger zeigten auf der Kieler Förde querab vom Landtagsgebäude ihr Können. Im Rahmen einer Übung wurde Seenotrettung zusammen mit einem Seenot-Rettungskreuzer der DGzRS vorgeführt.
Die Marine bot Mitfahrten auf der Kieler Förde mit dem Minensucher „Grömitz“ an und wer wollte, der konnte mit einem V-Boot der Marine vom Tirpitzhafen zu einer Anlegebrücke in Richtung Stadt fahren.
Die Deutsche Marine hatte wieder einmal alle Register gezogen und die Besucher begeistern können. In Gesprächen mit Marineangehörigen konnte man einiges Interessantes über das Bordleben und ihre Einsätze erfahren. Der Versorger „Spessart“ und der Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ sind erst vor einigen Tagen von Einsätzen am Horn von Afrika zurückgekommen. Die Nase am Bug des Einsatzgruppenversorgers wurde mit roter Farbe angemalt. Dies dokumentiert das Befahren des Roten Meeres in den letzten 12 Monaten.
Das Open Ship war für einen ehemaligen Marine-Angehörigen wieder einmal die Möglichkeit, die Decks von grauen Schiffen zu betreten.
Hartmut Hoffmann
Hier einige Bilder von Hartmut Hoffmann:
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