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Laterne im Oberfeuer Glückstadt (Bild: Hartmut Hoffmann)


Der erste Elbe-Leuchtturm-Tag fand am Sonntag, 14. Juni 2009, statt. Von Hamburg bis zur Nordsee hatten zehn Leuchttürme für interessierte Besucher geöffnet. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) hatte einige markante Türme hierfür frei gegeben. Hartmut Hoffmann hat sich für uns einen Leuchtturm herausgepickt und ihn für uns besucht.
Hier Hartmuts Bericht:


Durch Werbung in den Medien wurde schon Wochen vorher auf diesen Sonntag hingewiesen. Dies hatte zur Folge, dass sich vor allen Leuchttürmen lange Warteschlangen bildeten. Das teilweise zweistündige Warten vor dem Aufstieg wurde den Gästen mit einem zusätzlichen Beiprogramm versüßt.

Ich hatte mich für das Oberfeuer Glückstadt entschieden. Der rot-weiße Leuchtturm liegt direkt in Glückstadt am Neuendeich. Diejenigen Mariner, die in Glückstadt im Marineausbildungsbataillon stationiert waren, kennen diesen Turm; er liegt zur rechten Hand, wenn man von der Stammkneipe zurück in die Kaserne ging.

Nach 148 Stufen aufwärts war ich dann 30 Meter näher an den Regenwolken. Denn bis dahin war der Wettergott den zahlreichen Besuchern gar nicht gnädig gesonnen. Oben im Betriebsraum oder auch Laternenhaus des Leuchtfeuers angekommen, klarte jedoch der Himmel auf und gab den Sehleuten die Sicht in Richtung Elbe frei. Ein Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung gab Auskunft zu diesem Leuchtfeuer und erklärte das Panorama, das aus dieser beachtlichen Höhe zu sehen war.
Das Glückstädter Oberfeuer ist erst seit einigen Jahren nach der Umstellung von Gas- auf Elektrobetrieb automatisiert worden. Bis dahin wurde es immer von einem Leuchtturmwärter betreut - zuletzt von einer Leuchtturmwärterin. Das Personal wohnte gleich nebenan im Diensthaus am Fuß des Turmes.
Der Turm wurde zwischen den Jahren 1936 und 1937 aus Beton gebaut und hat eine Höhe von 32,7 Meter über dem Erdboden. Die Feuerhöhe beträgt 30 Meter über MThw.
Das Glückstädter Oberfeuer ist schon von weitem mit seinem charakteristischen rot-weißen Anstrich zu sehen. Das dreieckige Laternenhaus ist eine Besonderheit. Die Glühlampe in der Laterne wird in festgelegten Ein- und Auszeiten geschaltet. Diese Schaltzeiten, Kennungen, hier: „Glt. 8 Sekunden“, sind vom Schiffsführer auf der Elbe in der Seekarte zu ersehen.
Die Sichtweite des Feuers beträgt 16,1 sm.
Sollte einmal die Glühlampe durch einen Defekt ausfallen, wird sofort eine der Reserve-Lampen zugeschaltet. Und bei einem Stromausfall erfolgt umgehend der Start eines Notstromaggregates. Das Glückstädter Oberfeuer wird synchron, gleichgängig, mit dem gut einen Kilometer weiter westwärts gelegenen Unterfeuer auf dem Elbdeich geschaltet.
Neben den Antennen am Laternenhaus für den Betriebsfunk des Wasser- und Schifffahrtsamtes sind in den letzten Jahren weitere Antennen der Mobilfunkanbieter hinzugekommen.

Dieser erste Leuchtturmtag hatte bei allen zehn beteiligten Elbe- Leuchttürmen wider Erwarten ein hohes Besucher-Interesse gefunden. Nun ist zu hoffen, dass sich diese Veranstaltung wiederholt oder auch zu einer regelmäßigen Aktion wird.

Weitere Infos gibt es bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes unter www.elbe-leuchtturm-tag.de

Hartmut Hoffmann


Hier einige Bilder vom Elbe-Leuchtturm-Tag:

Einzlbilder anklicken zum Vergrößern