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Rolf nahm im Rahmen eines Ausbildungs-Wochenendes des Landeskommandos Schleswig-Holstein mit Unterstützung des Reservistenverbands teil.
Hier sein Bericht:
Da ich als Angehöriger der RK-Marine-Kiel für die RK für die Organisation der DVAG (Dienstliche Veranstaltungen für Schleswig Süd) tätig bin, musste ich auch mal aktiv an einer Veranstaltung teilnehmen. Eine solche Veranstaltung wurde nun am Wochenende vom 24. bis 26. April 2009 in Putlos das erstmal in dieser Größenordnung durchgeführt.
Nachdem sich alle Reservisten am Freitag bis 17 Uhr im Meldekopf gemeldet hatten und die restlichen Uniformteile erhalten hatten, (Stahlhelm sowie Splitterschutzweste), wurden wir per Bus zur Ausbildungseinweisung in das UN-Feldlager „WESSEK“ zur Schießbahn 4 der am nächsten Tag beginnenden Ausbildung gebracht.
Am Sonnabend war 5.30 Uhr Wecken, anschließend Körperpflege, Frühstücken und Waffenausgabe, so dass wir um 7.30 Uhr abmarschbereit angetreten waren.
Die einzelnen Gruppen wurden mit dem Bus zu den weit auseinander liegenden Checkpoints gebracht. Von da aus wurden dann die einzelnen Ausbildungsstationen entweder per Wolf (Kfz) oder auch zu Fuß anmarschiert.
Durchgeführt wurden Personen- und Kfz-Kontrollen am Haupttor, Wache gehen an einer Mauerbresche sowie Hilfe bei einem Hubschrauberabsturz. Während der Hilfsmaßnahmen wurden wir von einer Personengruppe angegriffen und mussten uns im Rahmen eines ROE-Schießens verteidigen und den Angriff abwehren.
Es wurden mehrere Ausbildungen durchgeführt in Minenkunde, ABC-Grundfertigkeiten, Karten- und Kompasskunde sowie den Umgang mit Funkgeräten. Zusätzlich wurde mit Kfz und zu Fuß eine Streife durchgeführt und das provisorische Lager „Schassauer Holz“ auf der Schießbahn 5c verstärkt.
Dabei erfolgte ein schwerer Angriff und das Lager wurde in einem Gefechtschießen mit Hilfe von zwei Panzerfäusten und zwei Maschinengewehre sowie unseren Handfeuerwaffen G36 verteidigt und gehalten.
Der Ausbildungstag endete als Kameradschaftsabend mit Grill und Bier am Lagerfeuer spät Samstagnachts oder wenn man will, früh am Sonntagmorgen.
Am Sonntag war dann nach dem Wecken und Frühstück (etwa 8 Uhr) Reinschiff und Abgabe der Uniformteile und Waffen sowie einem gemeinsames Mittagessen die Entlassung aus der Reservistenübung angesagt.
Fazit: Ich hatte bei der Anmeldung gemischte Gefühle, hervorgerufen einerseits durch mein Alter, anderseits durch mein gesundheitliches Handicap. Aber meine Sorgen waren unbegründet, der größte Teil der rund 160 teilnehmenden Personen waren in meinem Alter oder noch älter und hatten auch ihre Zipperleins und keiner musste aufgeben.
Dazu kam: das Wetter spielte mit. Einfach Kaiserwetter.
Und es kamen die Erinnerung an die damalige Zeit wieder und in Gesprächen mit den Kameraden tauchte öfters die Frage auf: „weißt du noch…"
Ich werde irgendwann wieder eine Ausbildungsübung mitmachen.
Rolf Geiger
Hier einige Bilder von der Übung:
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