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Die Bordgemeinschaft der Emdenfahrer nahm am Volkstrauertag, Sonntag, 16. November, an einer Kranzniederlegung am Grab des letzten Kommandanten der SMS Emden, Kptn.z.S. Karl von Müller, auf dem Friedhof in Blankenburg (Harz) teil. Gleichzeitig ergab sich so die Gelegenheit zu einem Harz-Treffen

Hier Marlis' Bericht:


"Der eigentliche Anlass für dieses Treffen war ja der der Volkstrauertag mit einer Gesteck-Niederlegung am Grab von Karl von Müller in Blankenburg.

Wir, das sind Bernd Krämer und ich, hatten rechtzeitig für diesen Anlass unsere Kojen im Marine-Logie von Ilona und Dieter Krause in Clausthal-Zellerfeld geordert. Nach dem Einlaufbier dort fuhren wir mit Krauses Straßenkreuzer Richtung Sperberhaier Dammhaus zu Gunter Krause.
In der Kombüse wartete bereits Smut Gunter auf seine beiden Kameraden. Es sollte Original Labskaus geben Er hatte das extra bestellte gepökelte Rindfleisch gekocht und auch schon fast mundgerecht zubereitet. Die Kameraden Dieter und Bernd durften die Zwiebeln schälen, die Gurken und Rote Bete in Schalen und das „Deutsche Sushi“ (Rollmops) und Matjesheringe auf Teller verteilen während Gunter den Fleischwolf mit dem Pökelfleisch traktierte. Die Kartoffeln wurden mit Muskelkraft gestampft. Das Ergebnis konnte sich anschließend sehen lassen. Spiegeleier braten war natürlich auch Chefsache. Richtiges Labskaus kann nur von richtigen Seeleuten zubereitet werden.
Die beiden Krause-Frauen und ich durften nicht helfen sondern nur essen. Und es schmeckte uns vorzüglich. Als Nachtisch hatte Ilse eine Schokoladentorte mit Mascarpone kreiert. Eigentlich passte nichts mehr in unsere Bäuche, aber probieren mussten wir doch.

Schon während des Essens wurde vom Landungsgeschwader auf Borkum und den Landungsbooten EIDECHSE und KROKODIL gesprochen, auf denen Dieter eine zeitlang zu Hause war. Gunter berichtete von seinem Schnellboot STORCH S 52, Bernd schloß sich mit den Fregatten KARLSRUHE F223 und EMDEN F221 an. Dieter schob dann noch seine Fahrenszeit auf der Fregatte AUGSBURG F222 nach. Auch die Grundausbildung in Brake kam wieder zur Sprache. Leider ist dort von der Kaserne nichts mehr vorhanden, außer einem Schild am ehemaligen Eingangstor.
Im Laufe der Erzählungen wurde natürlich auch über die Vorgesetzten damaliger Zeit gesprochen. Von den „menschlichen“ Offizieren, die hoch gelobt wurden - und von den anderen natürlich auch. Es waren angeregte Gespräche, die geführt wurden und so rannte uns die Zeit davon.
Bei Dieter und Ilona gab es noch einen Schlummertrunk, der sich dann auch noch etwas in die Länge zog.

Aber am 16. November standen Dieter, Ilona, Bernd und ich pünktlich zum Frühstück um 8.15 Uhr auf der Matte.

Dieter hatte ein Gesteck für das Grab von Karl von Müller besorgt. Über einen Umweg gelangten wir dann nach Blankenburg, weil der direkte Weg gesperrt war. So dauerte unsere Fahrt etwas länger als eine Stunde, bis wir am Friedhof ankamen.
Zu unserer Überraschung und angenehmen Freude wurden wir bereits von Heidi Hennig erwartet. Sie hatte auf der BGEF-Page von der Gesteck-Niederlegung erfahren. Da leider keine Uhrzeit angegeben war, wartete sie schon eine Weile. Gemeinsam mit ihr legten wir dann das Gesteck am Grab ihres Großvaters nieder.

Wir waren sehr erstaunt, dass der Grabstein eine „Bauchbinde“ aus Stahl hatte. Heidi Hennig klärte uns auf. Der Stein drohte auseinanderzubrechen, was wahrscheinlich von dem eingelassenen Kreuz herrühren könnte. Damit der Stein samt Kreuz erhalten bleibt, hat der Steinmetz ihn so stabilisiert.

Bei einer anschließenden Tasse Kaffee haben wir fünf dann wieder von der EMDEN, diesmal der EMDEN V, gesprochen. Und so hat sich der EMDEN-Kreis wieder einmal geschlossen."

Marlis Krämer


Hier einige Bilder:

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