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Jahrestreffen 2011, Cuxhaven-Altenbruch

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Da war sie wieder, diese Unruhe. Dieses immer wiederkehrende Wegwollen. Einfach die Nase voll und weg.

Da hatten wir doch im Mai unser Jahrestreffen in einer wunderschönen Gegend Deutschlands, Bodenmais im Bayrischen Wald. Da war auch unser Kamerad Franz Josef, der Ferienwohnungen besitzt, in der ich schon unter gekommen war. Warum nicht dorthin? Hatten wir doch beim Abschied im Mai 07 darüber gesprochen, uns nochmals zu treffen.

Gesagt getan, F.J. angerufen, Wohnung gemietet, Urlaub eingereicht, Regierung verständigt. Peter Froschhäuser wurde auserkoren, ebenfalls ein paar Tage auszuspannen, denn die Wohnung bestand ja schließlich aus zwei Zimmern mit vier Kojen. Peters Freundin, Daniela kam ebenfalls mit. Peter ist schließlich frisch verliebt.

In Bodenmais angekommen, nach 5,5 Std. Fahrt, oh Mann war die Autobahn voll, fielen wir vor Hunger fast um. Andrea, F.J. Frau wollten wir aber nicht damit belästigen, gingen wir also zum "Hubertus Hotel", wo unser Treffen ja auch stattgefunden hatte. Oh Shit, alle Türen, rundherum, waren verschlossen, „dunkel war’s, der Mond schien helle“! Sailors, nicht gerade fein, fluchen im ach so stillen Bodenmais, machen sich aber auch Sorgen, dass der Herbergsvater evtl. nach unserem Treffen die Faxen dicke hatte. Waren wir schuld am Verschluss der Hotels?

Ok, Hunger treibt uns weiter und wir landen im Kurhotel. Auf Nachfrage bekommen wir tatsächlich dort etwas Essbares, eine kalte Platte, die auch allen mundete. Rauchen nur bei offener Tür. Das war nett, denn ansonsten hätten wir ums ganze Haus laufen müssen. Die armen Raucher!!!! Dann aber ab in die Kojen.

Am nächsten Morgen lagen die frischen Brötchen vor der Tür, Andrea hatte sie für uns bestellt. Daniela und Peter kamen aber erst viel später aus dem Koma und somit mussten sie allein frühstücken. Ich bin da etwas ungeduldiger, Frühaufsteher eben und ein Unruhegeist.

Nach einem ausgiebigen Spaziergang, jaja, Ihr lest richtig, entdeckte ich dann auch Franz Josef durch sein Wohnzimmerfenster und ging ihm gleich auf den Zeiger. „Wie geht’s?, Was gibt`s Neues? Was machen wir heute? Somit war F.J. eingespannt und wie ich den Eindruck hatte, machte es ihm auch Spaß. Ich war jedenfalls froh, ihn wieder zu sehen.

Der Tag verlief ganz nett, wir wurden von F.J. durch die wunderschöne Gegend kutschiert, fuhren zum Arber rauf, schauten uns die steilen Abhänge an, an denen so ganz Verrückte mit Skiern bergab fahren. Ich würde dort noch nicht einmal zu Fuß herunter gehen, geschweige denn, dort hinauf. Zum Glück gab es aber eine Gondelbahn. Knutschkugeln, Glückskugeln, Hochzeitsgondeln usw. usw, hängen dort an einem Seil und schaukeln die Meute, die sich unten den Eintritt für Geld verschafft, den Berg hinauf.

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Oben angekommen, Peter hatte tatsächlich seine Höhenangst bezwungen, ging die Strapaze aber erst richtig los. Laufen war angesagt, noch weiter bergauf. Und das Ganze bei meinen Pillefüßen. Ihr wisst nicht was ich meine? Na, einen zum schwimmen und einen zum Laufen, aber keinen zum klettern.

Übrigens, wer sich an Peters Höhenangst erinnern möchte, denke bitte nur an den Besuch in WHV, als die EMDEN im Dock lag. Oh, oh!

Ok, wir den Berg rauf, der Wind pfiff uns kalt um die Ohren, bis zur Radarstation und noch viel weiter und wieder runter. Wieder rein ins Auto und ab nach Bayrisch Eisenstein. Gleich am Bahnhof gibt es eine Glasbläserei (Destille) bei der es beim ersten Besuch prima Kuchen gab. Diesmal auch wieder. Kaffee und Kuchen, Gulaschsuppe usw.

Weiter gings danach zur Tschechischen Grenze und, verdammt und zugenäht, Peter hatte keinen Ausweis, keinerlei Papiere mit, mit denen er sich hätte ausweisen können. Auch ein „Bitte Bitte“ beim Grenzer nutzte nichts, er konnte nicht rein in das Land der billigen Zigaretten. Mhhhm, Absetzen und warten. Gesagt getan, Peter musste in ein Lokal gehen und sich sinnlos mit Eis voll schütten. Als wir dann irgendwann zurück kamen, saß er ganz benommen in der Sonne und wollte mit uns noch nicht einmal mehr Nudeln, Braten oder sonst etwas essen. Versteh ich gar nicht, dabei hatte Peter doch nur gewartet, oder?!
Wir also weiter zum Einkauf, Tonhuhn, Zigaretten, Badesalz, Oblaten usw. usw. Gut so, denn es spart doch etwas an der Urlaubskasse.

Zurück in Bodenmais war dann die Glasbläserei das nächste Ziel. Joska und Mitarbeiter erwarteten den Kaiser Franz. Das dauerte uns aber zu lange und wir vergnügten uns weiter mit dem Einkauf und dem obligatorischen Glasblasen. Benötigte ich doch für daheim eine weitere Durstkugel.

In der Glasbläserei

Erst mal gut erhitzen...

In der Glasbläserei

... dann kräftig blasen



Sonntags morgens blies F.J. zum Marsch in den Wald. Es gibt in der Nähe, na ja, ein paar Meter sind es schon zum Laufen, einen schönen Wasserfall. Über Stock und über Stein ging’s hinein in den Wald und die modischen Schühchen von Peter wurden immer brauner, matschiger. Egal, es war schön. Frische Luft und Sonnenschein, was will man mehr im Urlaub?

Mittags waren wir dann wieder einmal in der Bärwurzerei Penninger. Cream und Goldwasser standen auf dem Bestellzettel.

Abends veranstalteten Andrea und Franz Josef dann ein Grillex, dass sich sehen lassen konnte. Futtern bis der Arzt kommt.

Prima und danke an Euch,
Euer Addi