Das Einlaufen der Fregatte Emden hat sich aufgrund des Wetters verschoben. Sie lief bereits am Samstag, 11. November, um 19 Uhr wieder in Wilhelmshaven ein, um noch vor dem erwarteten hohen Wellengang wieder zu Hause zu sein.
Hannes empfing die Emden
Am Samstag, 11. November, um 19 Uhr war unser Hannes gefordert. Gegen 16 Uhr hatten wir die Meldung erhalten, dass die Fregatte Emden noch am gleichen Abend einläuft. Über der Nordsee hatte sich ein kräftiges Unwetter zusammengebraut.
Der ex-AWM, der eigentlich etwas ganz anderes vorhatte, erklärte sich trotz der Kürze der verbleibenden Zeit bereit, in den Marinehafen zu fahren. Noch war alles in bester Ordnung. Hannes warf sich in Socken und Schal, kalt war es ja schon etwas, und machte sich auf den Weg.
Auf der Pier angekommen - mittlerweile war es dunkel in Wilhelmshaven - hielt er Ausschau nach unserer Emden. Und wirklich, die Toplaterne tauchte pünktlich aus der Dunkelheit auf.
Polonaise im Bergwerk? Bei Stromausfall? Mit Glühwürmchen als Zuschauer? Nein! So sieht es eben aus, wenn die keine 30 Meter entfernte Fregatte Emden (zu erkennen an den Positionslaternen) bei Nacht und Schietwetter einläuft. (Bild Hannes)
Hannes holt seinen Fotoapparat, er wollte ja Fotos für die Bordgemeinschaft schießen, aus dem Wagen und - Petrus hat einen schlechten Installateur. Plötzlich, aus dunklem Himmel ergoss sich der ganze Segen von oben. Regen in Strömen und dann auch noch ein ausgewachsener Sturm. Das Wasser geht quer über die Pier ohne den Boden zu benetzen. Die Emden kam nicht gleich beim ersten Anlauf an die Pier, so stark war der Sturm.
Hannes war gefrustet. Innerhalb von Minuten kam er sich vor, wie ein begossener Pudel, durch und durch naß, eben wie ein Seemann bei Scheißwetter.
Innenaufnahme einer ägyptischen Pyramide vor ihrer Eröffnung? Mit Glühwürmchen als Zuschauer? Nein! So sieht es eben aus, wenn die Fregatte Emden nach dem Einlaufen bei Nacht und Schietwetter an der Pier liegt. (Bild Hannes)
Die angedachten Fotos wurden natürlich nichts, nur ein schwarzer Bildschirm war zuhause zu erkennen. Die ganze Aktion für die Katz. Der folgende Anruf beim 1.Vorsitzenden war zumindest nicht voller Freude über das Erlebte.
Wir haben Mitgefühl, danken Hannes aber trotzdem für den Einsatz. Dieser war getreu dem Motto: EMDEN voran!