Abschied von der Heimat
Am Montag, 9. Januar, um 9.30 Uhr nahm die Fregatte EMDEN für fast sechs Monate Abschied von der Heimat.
Das Ziel war das Horn von Afrika und nach einem ersten Einsatz in diesem Seegebiet im Jahr 2002 die zweite Teilnahme an der Operation "Enduring Freedom". Um dorthin zu gelangen musste, wie jeder weiß, zwingend der Äquator passiert werden. Selbstredend wird die Nase der EMDEN dann gelb gepönt. Die EMDEN passierte zum vierten Mal die „Goldene Linie“.
Ende Januar löste die EMDEN die Fregatte LÜBECK in Djibouti ab und übernahm deren Aufgaben und auch die Führung der nationalen Kontingente in Bahrain und in Djibouti.
Die jeweiligen Einsätze der EMDEN im zugewiesenen Überwachungsgebiet werden von der logistischen Basis in Djibouti aus erfolgen. Hier wird das Schiff regelmäßig festmachen, um mit Material, Verpflegung, aber auch mit der Post versorgt zu werden. Neben diesen regelmäßigen Hafenbesuchen wird die EMDEN aber auch andere Häfen auf der südlichen arabischen Halbinsel und im Indischen Ozean anlaufen, um der Besatzung notwendige Ruhepausen zu ermöglichen.
Bis zum Auslauftermin wurde die EMDEN im letzten Quartal technisch in einwandfreien Zustand versetzt und mit allem notwendigen Material für diesen Einsatz ausgerüstet. Vor allem aber wurden in den Wochen zuvor die insgesamt 224 Frauen und Männer, die mit in den Einsatz fahren, gut und umfangreich ausgebildet, sie wurden eingekleidet, geimpft und in diversen Einweisungen konsequent auf die anstehenden Aufgaben vorbereitet. Für viele Soldaten der EMDEN ist es zudem die erste lange Seefahrt und damit auch die erste lange Abwesenheit von zuhause.
Das Wiedersehen mit den Angehörigen wird voraussichtlich am 24. Juni sein, wenn die EMDEN in Wilhelmshaven zurückerwartet wird. Sie wird im Einsatzgebiet von der Fregatte SCHLESWIG-HOLSTEIN abgelöst werden.
Am 24. Januar wurde erstmalig Djibouti angelaufen, um die Überwachungsaufgaben von der Fregatte LÜBECK zu übernehmen.