"Man muss sich was einfallen lassen"
Hauptbootsmann Klaus Müller
(Quelle: © 2006 Bundeswehr)
„Da kann es schon mal vorkommen, dass diverse Anlagen zusätzlich mit Feuerlöschwasser oder modifizierten Lüftungsanlagen gekühlt werden müssen. Man muss sich eben etwas einfallen lassen, das Schiff kann ja nicht einfach anhalten“, so Hauptbootsmann Klaus Müller. Als Elektro-Schiffssicherungsmeister (ESSM) umfasst sein breit gefächertes Aufgabenspektrum die Verantwortung für die Instandhaltung, Wartung und Pflege aller Klimaanlagen an Bord, der Ruderanlage, der Proviantkälteanlage und der Stabilisierungsanlagen. Nicht zuletzt ist er auch zuständig für die bordeigene Wäscherei.
Der 31-Jährige aus Hof in Bayern hat schon an mehreren internationalen Marine-Einsätzen teilgenommen und gilt daher als alter Hase. Die Fregatte EMDEN ist bereits sein drittes Kommando. Seine Familie ist an lange Abwesenheitszeiten gewöhnt, denn Müller stammt aus einer Marinefamilie. Bereits sein Vater, sein Onkel und sein Großvater dienten in der Marine.
Unter höchster Belastung
Oberbootsmann Kai Galts
(Quelle: © 2006 Bundeswehr)
Auch Oberbootsmann Kai Galts hat ehemalige Marinesoldaten in der Familie. „Ich bin besonders stolz darauf, auf der Fregatte EMDEN V zu fahren, da mein Vater schon auf der EMDEN IV als E-Mixer gedient hat.“ Für den 25-Jährigen ist es bereits der zweite Einsatz am Horn von Afrika, denn 2003 war er bereits mit dem Tender DONAU hier.
Als zweiter Elektrotechnischer Meister an Bord der EMDEN gewährleistet er die Stromversorgung für das gesamte Schiff. Die Verantwortung reicht von den vier großen Diesel-Aggregaten – den E-Dieseln – und den angeschlossenen Generatoren bis zu den Steckdosen überall im Schiff. Gerade die klimatischen Bedingungen machen die Arbeit schwerer. Das 30°C warme Meerwasser eignet sich nicht so gut zum Kühlen der Anlagen wie kaltes Nordseewasser. Mensch und Maschine stehen hier unter höchster Belastung.
Er sieht einen wichtigen Sinn in seiner Arbeit und dem Einsatz der Marine. „Ich finde es klasse, dass wir hier unten Deutschland repräsentieren. Ab und zu helfen wir Menschen, die in Not geraten sind. Wir bekämpfen den internationalen Terrorismus mit anderen Nationen im Verbund. Es ist schön, wie sich Menschen verschiedener Kulturen auf Hoher See so gut verstehen“, so der Duisburger.
„Ich mag die Herausforderungen"
Obermaat Martin Kowol
(Quelle: © 2006 Bundeswehr)
Auch Obermaat Martin Kowol bereitet es Freude, neue Länder und Kulturen kennen zu lernen und er ist stolz, als Botschafter in Blau sein Heimatland zu repräsentieren. Kowol ist zuständig für die Pflege, Wartung und Instandhaltung der elektrischen Anlagen der Fregatte, also unter anderem für die Strom erzeugenden Generatoren und die Umformer, die die richtige Spannung zur Verfügung stellen.
„Ich mag die Herausforderungen, die der Beruf als Marinesoldat mit sich bringt. Man muss sich hier auf vieles neu einstellen. Die Belastung für Mensch und Maschine sind hier am Horn von Afrika durch die hohen Temperaturen besonders hoch“, gibt der 22-Jährige aus Welschen Ennest zu verstehen.
Sein jetziger Einsatz am Horn von Afrika bringt Martin Kowol auch in verschiedene Häfen der Region. Die logistische Basis des Marine-Einsatzverbandes liegt in Djibouti, dort ist das Schiff öfters. Andere Häfen wie Salalah und Maskat im Oman sowie Fujeirah und Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten wird er im Laufe des Einsatzes noch kennen lernen.
(Quelle: Presse- und Informationszentrum Deutsche Marine)