Das Eiserne Kreuz am Bug
Diese Emden war die erste Emden, die am Bug das Eiserne Kreuz führte. Der Kaiser hatte im November 1914 befohlen, daß der nächste neue Deutsche Kreuzer den Namen Emden sowie die beiden Eisernen Kreuze am Bug zu führen hat. Dies galt als Auszeichnung für die ruhmreichen Taten ihres Vorgängers und das wurde für die nachfolgenden Emden beibehalten.
Emden II führte als einziges Deutsches Kriegsschiff nach der Skagerak-Schlacht auf Befehl des Kaisers ihr Bugzier. Er begründete dies: Das Eiserne Kreuz sei Verpflichtung und Ansporn und Gedenken an die Emden I, für die Besatzung, ja, für die gesamte Marine. Die Eisernen Kreuze wurden kurz vor der Selbstversenkung von der Besatzung demontiert und an Ort und Stelle versenkt.
In die Nordsee
Am 10. März 1917 verlegte der Kreuzer in die Nordsee und wurde Führerschiff für die in der Nordsee stationierten Torpedoboot-Flottillen. Einige Wochen war er auch dem Verband der IV. Aufklärungsgruppe unterstellt. In der Nordsee war der Kleine Kreuzer Emden sowohl im Einzeleinsatz als auch im Verband der unterstellten Torpedoboote im Vorpostendienst und bei gelegentlichen Vorstößen zu Aufklärungszwecken tätig.
Unternehmen Ösel
Im August 1917 verlegte die Emden in die Ostsee, um sich am Unternehmen Ösel - eine umfassende Landungsoperation, bei der starke Kräfte des Heeres mit Unterstützung der Marine in die östliche Ostsee gebracht und dort unter Feuerschutz der Kriegsschiffe angelandet werden sollten, um die baltischen Inseln in Besitz zu nehmen. Im Rahmen dieses Unternehmens kam es Anfang Oktober 1917 zu Gefechten. Ende Oktober war das Unternehmen beendet; die Emden verlegte in die Nordsee und versah Vorpostendienst.
Nach Scapa Flow
Am 11. November 1918 trat der Waffenstillstand in Kraft, die Flotte wurde in ihren Häfen abgerüstet, die Abgabe vorbereitet. Die abzugebenden Einheiten versammelten sich in Wilhelmshaven. Am 19. November 1918 traten sechs Schlachtschiffe, zehn Linienschiffe, acht Kleine Kreuzer und 50 Torpedoboote die Fahrt nach Scapa Flow an - mit dabei auch die Emden. In Scapa Flow wurden die Besatzungen reduziert.
1918: Die Deutsche Flotte in Scapa Flow
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Die Emden sinkt
Am 21. Juni öffneten loyale Besatzungsangehörige auf den Einheiten die Bodenventile, die deutschen Schiffe begannen zu sinken. Die Briten konnten neben anderen Schiffen auch die Emden retten, indem sie sie in flaches Wasser schleppten.
Das Ende
Am 11. März wurde die Emden Frankreich zugesprochen, notdürftig wiederhergestellt und nach Frankreich überführt. Ab 1922 nahmen die Franzosen Sprengungen an ihr vor. Ab 1926 wurde sie in Caen verschrottet.
Die Glocke
Die Bordgemeinschaft der Emdenfahrer bemüht sich darum, dass die Schiffsglocke der Emden II von England nach Deutschland gelangt.
Zwei Stander
2007 werden der Fregatte Emden (F210) aus privater Hand zwei Stander übergeben, die von der Emden II stammen und die seit 1919 in einem britischen Haushalt aufbewahrt wurden [mehr]